Wenn du einen Monat in Shanghai bist, weißt du

Mittagessen

…dass Chinesen was von einem vollwertigen Kindermittagsmenü verstehen! 😀

…dass jeden Morgen den AQI checken Pflicht ist!

…dass das Softeis bei IKEA wohl auch mit Ketchup schmeckt (wir habens nicht probiert!).

…dass Mülltrennung auch ohne Mülltrennung funktioniert (und zwar so: Müll ungetrennt in den Treppenflur stellen, dieser wird dann abgeholt und die diversen „Gewerke“ wie Pappsammler, Plastiksammler, Schrottsammler etc. suchen sich ihren ensprechenden Teil heraus).

…dass Gas-, Wasser- und Stromrechnungen im 24h-Markt um die Ecke zusammen mit dem Einkauf bezahlt werden.

…dass chinesische Desinfektionsmittel die härtesten ihrer Art sind (ja, Verdünnung 1:100, heißt 1:100 und nicht „Ich schütt‘ mal ein bisschen davon ins Spülbecken“, ansosten riecht die Wohnung tagelang nach „Walch anticeptic germicide“!)

…dass rote Ampeln hier auch für alle Verkehrsteilnehmer gelten, ausgenommen PKW, LKW, Busse, Mofas, Motorräder und Elekroroller, Fahrräder und Fahrradgespanne, Fußgänger, Pferdefuhrwerke…

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Hier gut erkennbar eine Eigenheit chinesischer Ampeln, die kurz vor Ende einer Rot- oder Grünphase 12 Sekunden runterzählen. An sich eine tolle Sache, wenn sich denn irgendwer an Ampeln halten würde.
Auch wenn man an einer grünen Fußgängerampel am Zebrastreifen steht, brav die linke Seite gecheckt hat (die ja eigentlich Rot hat), auch nach rechts geschaut hat (ist zwar eine Einbahnstraße, aber hey, man ist ja schließlich kein Tourist!), kommt einem garantiert ein rasender Elektroroller, den gegenüberliegenden Fußweg und Zebrastreifen benutzend, entgegen.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich hier bis jetzt weniger Unfälle beobachtet habe, als in Deutschland. Augen zu und durch! 😀 (Das ist übrigens auch der wichtigste Tipp, wenn man im Taxi mal vorne sitzt…)

6 Gedanken zu „Wenn du einen Monat in Shanghai bist, weißt du

  1. Margit

    Ihr einen Monat in Shanghai – dass heißt für uns ganz viel Sehnsucht nach Euch, Carlottas geplapper früh am Morgen, abends Spaß am Abendbrottisch – oder Gebrüll beim Haarewaschen – das fehlt total, Tinos Sprüche am Wochenende z.B.
    die Sache mit der Fressnarkose… aber auch seine schnelle Hilfe am Computer – oder Miriam zaubert
    schnell ein Mittagessen für alle ( macht aber jetzt Natalie manchmal – wenn sie frei hat…)
    am Wochenende ein voll besetzter Tisch.
    Ihr einen Monat in Shanghai – dass heißt aber auch – immer Platz auf der Wäscheleine…
    teilweise sehr ruhige Wochenenden und jeden Tag Vorfreude auf`s Skypen.
    Liebe Grüße
    Mutti und Papa

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    1. Miriam Artikelautor

      Vielen Dank liebe Mutti, das hast du schön geschrieben! <3 Wir freuen uns auch immer aufs Skypen - Carlotta hat heute Vormittag aber schon die ganze Zeit mit dir an ihrem Spielzeughandy telefoniert ("Oma Mardit is dran. Sie essen drat Frühstüt. Es dibt Brötchen. Die gibts hier ja nich...!") Weißt du das nicht mehr!? 😀

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  2. die Müllers

    Oh Mann, jetzt hab ich doch ein bisschen Tränen verdrücken müssen, erst vor lauter Lachen und dann bei Mama Margits Nachricht. Dabei sollten doch die Schwangerschaftshormone langsam ihren Dienst erledigt haben.
    Wir vermissen euch! Und finden es aber auch richtig großartig, dass ihr den Schritt gewagt habt und es euch so gut geht.

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  3. die Caro

    Ein Monat schon – Waaahnsinn!!!! Das ist dann der richtige Moment, zu diesem Böog zu gratulieren: so nah warn wir noch nie dran…fehlt nur noch die Audio von Carlotta…

    Ganz liebe Grüße – fühlt Euch gedrückt!!!

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  4. Pingback: “That’s really China here!” | Shanghai süss-sauer

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